Bei manchen Menschen klingt eine Corona-Infektion ab und alles ist wie vorher. Bei anderen nicht. Die Erschöpfung hält an, die Konzentration lässt nach, körperliche Belastung wird plötzlich zum Problem – oft erst Wochen nach der eigentlichen Erkrankung.
Wer damit zum Arzt geht, hört häufig, dass die Untersuchungen ohne Ergebnis geblieben sind. Genau an diesem Punkt setze ich an: Ich messe Dinge, die in der Routinediagnostik nicht vorgesehen sind – Energiestoffwechsel und Mitochondrien, Entzündungsaktivität, Nährstoffversorgung, Immunlage, reaktivierte Erreger wie Epstein-Barr und toxische Belastungen, die ich bei Long Covid auffallend häufig finde.
Hinter anhaltenden Beschwerden nach einer Infektion stehen körperliche Vorgänge, die sich messen lassen – man muss nur an den richtigen Stellen suchen. In meiner Naturheilpraxis in Mainz begleite ich Menschen, die oft schon viele Monate und mehrere Anläufe hinter sich haben.
Welche Beschwerden bleiben können
Das Long-Covid- und das Post-Covid-Syndrom bezeichnen Symptome, die nach einer akuten Infektion mit dem Corona-Virus (SARS-CoV-2, Covid-19) neu aufgetreten sind oder seit der Infektion fortbestehen. Am häufigsten berichten Patientinnen und Patienten von
- schweren Müdigkeits- und Erschöpfungszuständen, oft mit Belastungsintoleranz
- Konzentrations- und Wortfindungsstörungen
- anhaltenden Geschmacks- und Geruchsstörungen
- Kopfschmerzen – Atembeschwerden wie Kurzatmigkeit
- Herzrasen oder Herzstolpern
- plötzlich auftretenden Angstzuständen und depressiven Verstimmungen
In schweren Fällen verursacht die Virusinfektion auch eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis), oder es werden Autoantikörper gegen körpereigene Zellen und Proteine gebildet.
Warum die Beschwerden anhalten können
Eine einzelne Erklärung gibt es bislang nicht. In der Forschung werden mehrere Mechanismen diskutiert, die sich gegenseitig verstärken können:
- eine anhaltende Entzündungsaktivität, auch ohne akute Infektion
- eine gestörte Energiegewinnung in den Mitochondrien
- vermehrter oxidativer und nitrosativer Stress
- reaktivierte Viren, die zuvor unauffällig im Körper ruhten
- etwa Epstein-Barr
- eine Vorbelastung durch Umweltgifte, die den Stoffwechsel schon vor der Infektion beansprucht hat
- eine Fehlregulation des vegetativen Nervensystems
Diese Punkte lassen sich messen – und genau dafür ist die Labordiagnostik da: Sie zeigt, welcher dieser Mechanismen bei Ihnen tatsächlich eine Rolle spielt.
Wobei die Labordiagnostik hilft
Was ich im Erstgespräch vermute, versuche ich anschließend im Labor zu bestätigen. So wird aus einem Verdacht ein Befund – und wenn wir später erneut messen, lässt sich nachvollziehen, ob sich etwas verändert hat.
Welche Werte weiterhelfen, ergibt sich aus dem Gespräch. Meist sind es Werte, die auf keinem Standard-Laborschein stehen:
- ausführliche Mikronährstoffanalysen aus dem Vollblut
- oxidativer Stress – zu viele freie Radikale im Körper und ein dadurch entstehender Mangel an Antioxidantien
- die Leistung der Mitochondrien, der Energiekraftwerke unserer Zellen
- Immunstatus und Entzündungsmarker
- Belastungen mit Schwermetallen, Schimmelpilzgiften oder Lösungsmitteln
- bei entsprechendem Verdacht: Untersuchung auf reaktivierte Erreger
Ich arbeite dafür mit spezialisierten Laboren im In- und Ausland zusammen. Die Befunde besprechen wir gemeinsam – Sie erhalten sie schriftlich und in verständlicher Form, nicht als Zahlenkolonne.
Woraus sich die Therapie ergibt
Was anschließend zum Einsatz kommt, leitet sich aus den Befunden ab. Zur Auswahl stehen unter anderem:
- Mikronährstofftherapie, oral oder als Infusion
- Infusionstherapien, etwa mit Vitamin C oder Glutathion
- Höhentraining IHHT mit MITOVIT®, gerichtet auf die Mitochondrien
- Mikroimmuntherapie zur Regulation des Immunsystems
- Ausleitung, wenn sich eine toxische Belastung bestätigt
- Aufbau der Darmflora, wenn die Nährstoffaufnahme gestört ist
- VNS-Analyse, um die Regulation des vegetativen Nervensystems einzuschätzen
Bei Long Covid gilt besonders: Weniger ist oft mehr. Eine zu forsche Therapie kann bei Belastungsintoleranz mehr schaden als nützen. Wir gehen deshalb in kleinen Schritten vor und passen an, wenn es nötig ist.
Ihr erster Termin
Im Erstgespräch sehen wir uns Ihre Vorgeschichte und vorhandene Befunde an und legen fest, was gemessen werden soll. Bringen Sie mit, was Sie haben – auch ältere Laborwerte aus der Zeit vor der Infektion sind aufschlussreich, weil sich daran Veränderungen ablesen lassen.
Termine sind in meiner Praxis in Mainz oder per Videosprechstunde möglich. Gerade bei ausgeprägter Erschöpfung ist die Videosprechstunde für viele die angenehmere Lösung.
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