Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall, Verstopfung – und trotzdem sagt der Arzt: „Alles unauffällig." Das ist frustrierend. Und leider sehr häufig. Immer mehr Menschen erhalten die Diagnose Reizdarmsyndrom, ohne dass dabei eine wirkliche Ursache gefunden wird. Denn die Darmspiegelung zeigt zwar die Schleimhaut – aber nicht das, was dahinter steckt.
In meiner Naturheilpraxis in Mainz suche ich gezielt nach den Ursachen Ihrer Beschwerden – mit modernen Stuhldiagnostik und Laboruntersuchungen, die in der Schulmedizin oft nicht durchgeführt werden. Sie können Ihren Termin persönlich in der Praxis wahrnehmen oder bequem per Videosprechstunde – ganz wie es für Sie passt.
Typische Symptome – erkennen Sie sich wieder?
Beim Reizdarmsyndrom und bei funktionellen Verdauungsbeschwerden sind die Symptome vielfältig und nicht immer gleich – je nachdem, welcher Darmabschnitt betroffen ist:
- Bauchschmerzen und Bauchkrämpfe
- Blähungen im Ober- oder Unterbauch
- Völlegefühl und Unwohlsein nach dem Essen
- Durchfall, Verstopfung oder beides im Wechsel
- Durchfall nach bestimmten Mahlzeiten, ohne klare Zuordnung zu einem Auslöser
- Veränderungen der Stuhlkonsistenz, -farbe oder des Geruchs
- Magenschmerzen, Mundgeruch, weiß belegte Zunge
- Starke Müdigkeit und Abgeschlagenheit
- Stimmungsschwankungen und Reizbarkeit
Diese Symptome können einzeln oder in Kombination auftreten – und sie können von Tag zu Tag wechseln.
Was steckt wirklich dahinter?
Die Diagnose Reizdarmsyndrom bedeutet zunächst nur: Es wurde keine organische Ursache gefunden. Sie erklärt aber nicht, warum Sie diese Beschwerden haben. In der Naturheilkunde schauen wir genauer hin.
Mit einer aussagekräftigen Stuhldiagnostik lässt sich das Mikrobiom – die Zusammensetzung Ihrer Darmflora – gezielt untersuchen. Dabei finden sich häufig Hinweise, die schulmedizinisch nicht abgeklärt wurden, zum Beispiel:
Pathogene Keime in erhöhter Konzentration: Bakterien wie Clostridien, Klebsiellen, Enterobacter oder Pilze wie Candida können die gesunden Bakterien verdrängen. Diese „guten" Bakterien – darunter Laktobazillen, Bifidobakterien und Enterokokken – sind jedoch unverzichtbar für eine gesunde Darmschleimhaut, ein funktionierendes Immunsystem und eine gute Nahrungsaufspaltung.
Toxinbildung und Schleimhautschäden: Wenn krankmachende Keime längere Zeit im Darm überwiegen, können sie Toxine bilden, die die Darmschleimhaut angreifen. Die Folge sind stille Entzündungen und ein Leaky-Gut-Syndrom – beides bei einer Darmspiegelung nicht sichtbar, aber im Labor nachweisbar.
Parasiten: Auch ein Parasitenbefall kann hinter chronischen Verdauungsbeschwerden stecken und wird im Routinelabor häufig übersehen.
Dünndarmfehlbesiedlung (SIBO): Bei einer Dünndarmfehlbesiedlung – auch SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth) genannt – haben sich Bakterien in zu großer Zahl im Dünndarm angesiedelt, wo sie normalerweise kaum vorhanden sein sollten. Sie vergären Kohlenhydrate bereits im Dünndarm und produzieren dabei Gase, die zu starken Blähungen, Bauchkrämpfen und Durchfall führen können – oft unmittelbar nach dem Essen. SIBO wird häufig fälschlicherweise als Reizdarm eingestuft und bleibt daher lange unerkannt. Gezielt nachweisen lässt sich eine Dünndarmfehlbesiedlung über einen H2-Atemtest oder eine umfassende Stuhldiagnostik.
Mein Therapieansatz
Auf Grundlage des Befundes entwickle ich einen individuellen Therapieplan. Je nach Ursache kommen zum Einsatz:
- Gezielte Probiotika mit spezifischen Bakterienstämmen, die auf den Befund abgestimmt sind
- Pflanzliche Wirkstoffe zur Regulierung pathogener Keime und Pilze
- Parasitentherapie bei entsprechendem Befund
- Aufbau und Schutz der Darmschleimhaut
- Ernährungsanpassung zur Unterstützung einer gesunden Darmflora
- Mikronährstoffversorgung, da Entzündungen und Dysbiosen häufig mit Mängeln einhergehen
[→ Mehr zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Leaky Gut: Seite Nahrungsmittelunverträglichkeiten & Leaky Gut]
[→ Mehr zu Histaminintoleranz und MCAS: Seite Histaminintoleranz & MCAS]
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ich hatte bereits eine Darmspiegelung – warum wurden keine Ursachen gefunden?
Eine Darmspiegelung zeigt die Darmschleimhaut, kann aber keine Aussage über die Zusammensetzung der Darmflora, stille Entzündungen oder ein Leaky-Gut-Syndrom machen. Diese Ursachen lassen sich nur durch eine gezielte Stuhldiagnostik und ergänzende Laboruntersuchungen aufdecken.
Was ist der Unterschied zwischen Reizdarm und einer echten Darmerkrankung?
Das Reizdarmsyndrom ist eine sogenannte Ausschlussdiagnose – sie wird gestellt, wenn keine organische Erkrankung gefunden wird. In vielen Fällen steckt jedoch eine Dysbiose, ein Leaky-Gut-Syndrom, pathogene Keime oder eine Nahrungsmittelunverträglichkeit dahinter, die einfach nicht weiter untersucht wurde.
Kann man Reizdarm naturheilkundlich behandeln?
Ja. Wenn eine Ursache gefunden wird – und das gelingt in der Praxis häufig – kann gezielt behandelt werden. Viele Patientinnen und Patienten berichten von einer deutlichen Verbesserung ihrer Beschwerden, sobald die Darmflora reguliert und die Schleimhaut unterstützt wird.
Ist Candida wirklich ein Problem?
Ein erhöhter Candida-Befund im Darm kann zu Blähungen, Heißhunger auf Süßes, Müdigkeit und diffusen Beschwerden führen. In der Schulmedizin wird Candida im Darm oft als nicht behandlungsbedürftig eingestuft – in der Naturheilkunde hingegen kann eine gezielte Therapie deutliche Verbesserungen bringen.
Wenn Sie seit Längerem mit Verdauungsbeschwerden kämpfen und das Gefühl haben, dass die eigentliche Ursache noch nicht gefunden wurde – sprechen Sie mich gerne an. Vereinbaren Sie jetzt einen Termin, persönlich in Mainz oder per Videosprechstunde.
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NATURHEILPRAXIS
für Funktionelle Medizin & Stressmedizin
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